Mythen der Mobilität

Fotograf: Alexander Bachmayer

© SharkBiteCommunication/Bachmayer 2020

Rohstoffe & Umwelt

Wo entsteht eigentlich der Ersatzwald für die Flächen, die Tesla für seine Gigafabrik geräumt hat? 

Created with Sketch.

Wer direkt neben der Baustelle sucht, wird nicht fündig. Und das ist wie folgt zu erklären:
Die sogenannten Ersatz-Erstaufforstungen stellt die Flächenagentur Brandenburg GmbH durch Verträge mit Tesla zur Verfügung. Sie finden nicht auf einem einzelnen Areal statt, sondern sind über rund 30 Orte in Brandenburg verteilt.

Häufig stellen Landwirte dafür Flächen zur Verfügung, die sich als nicht ertragreich genug erwiesen haben. Bei den Neupflanzungen handelt es sich um Mischwald mit einem Laubholzanteil von insgesamt über 50 Prozent.

Damit ist dieser ökologisch wichtige Anteil höher als in dem in Grünheide auf dem Fabrikgelände gefällten Wald, der von Kiefern einer Altersklasse dominiert war. Die Neupflanzungen führen an den jeweiligen Orten zur Umwandlung von artenarmen Landschaften in Lebensräume für Vögel, Insekten und Kleinsäuger. Wichtig dabei ist auch, dass Mischwald weniger anfällig für Waldbrände ist.
Die Feuerkatastrophen hatten Brandenburg mit seinen flächigen Kiefernwäldern in den letzten Jahren immer häufiger heimgesucht. Weil viele Waldflächen sich in privater Hand befinden, hat das Land vor einiger Zeit das Förderprogramm www.ihrwaldbrauchtzukunft.de ins Leben gerufen, um den Umbau zu Mischwäldern voranzubringen.

Für Tesla sind bereits 40 Prozent der Neupflanzungen umgesetzt, die restlichen 60 Prozent erfolgen jetzt zur Baumpflanzsaison im Herbst und Winter.
Der Aufwuchs wird eng durch die Forstbehörden begleitet und kontrolliert. Sollten Bäumchen in der Anzuchtphase vertrocknen, muss selbstverständlich nachgepflanzt werden.

Erst nach mehreren Jahren Aufwuchszeit und bei Erreichen genau festgelegter Kriterien, werden die Flächen durch die Forstbehörden abgenommen.
(Quelle: Offizielle Social Media Seite Land Brandenburg)

Auf social media waren Kommentare wie „Tesla darf für seine Fabrik in Deutschland 90 Hektar Wald roden, genau mein Humor!“ zu lesen.

 

Erst Ende Januar meldete sich auch Elon Musk zum Thema. Seiner Ansicht nach war dringender Erklärungsbedarf notwendig. Es kam zu einer Klarstellung, weil wir es wie schon so oft im Bereich der Elektromobilität mit Unwissen zu hatten. Seiner Ansicht nach geht es gar nicht um einen natürlichen Wald. Die Bäume seien lediglich zur Kartonagenherstellung gepflanzt worden. Zudem läge es nicht in seiner Absicht, alle Bäume, sondern lediglich einen Teil davon zu fällen.


Nach genauer Hinsicht fällt auf: diese Argumentation stimmt. Tatsächlich besteht der Wald zu 90 % aus Monokulturen, aus Kiefern. Insgesamt sollten lediglich ein 60tel der Gesamtfläche gerodet werden.

 

Nach der Umweltverträglichkeitsprüfung konnten Zahlen bezüglich der CO2 Bewertung gemacht werden. Die Bäume speichern ca. 300.000 CO2 pro Jahr.

Werden die Bäume gerodet, geht dieser CO2 Puffer verloren. Zum Roden für Kartons nicht?


Das Gesetz sagt, dass ein jeder gerodeter Wald in gleicher Menge wieder aufgeforstet werden muss. Die Zusage von Elon Musk war und ist heute noch die Aufforstung von Laubmischwäldern statt Monokulturen. Insgesamt wächst so ein viel nachhaltigeres und gesünderes Ökosystem heran mit einer weitaus größeren Artenvielfalt für Fauna und Flora.

Da ein derart großes und zusammenhängendes Areal nicht gefunden werden konnte, einigte man sich auf viele kleine Flächen an 49 Standorten.

Wie erklärt man den Menschen, warum Wsserstoffantriebe im Individualverkehr keinen Sinn machen?

Created with Sketch.

Von Hamburg nach München ist es halt besser über Paris, Prag, Wien und Nizza zu fahren, anstatt direkt mit dem ICE ohne Zwischenstopp... ökologisch und ökonomicher Wahnsinn eben. Genauer erklärt bekommst du es im nächsten Artikel. (Chris Lemke)

Wasserstoffautos als Alternative?

Created with Sketch.

Auch hier ist der Wirkungsgrad noch schlechter als bei Verbrennern und die Technik nicht ausgereift. Seit 50 Jahren forschen Autohersteller an diesem Thema.


Ein H2 Auto ist übrigens auch ein Elektroauto. Mit mehr Komponenten, also ökologisch sowie ökonomisch einer Irrsinn. Allein die zur Herstellung von einem Kg H2 benötigt so viel elektrische Energie, mit welcher ein modernes Elektroauto heute bereits bis zu 250 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Derzeit ist der Ausgangsstoff Erdgas.

Daher hat auch die Öllobby ein großes wirtschaftliches Interesse an der Verbreitung des Wasserstoffantriebes. Zudem kommen die enormen Sicherheitskosten sowie Tankkosten hinzu. Wer möchte gerne in einem Auto auf einem wartungsintensiven Drucktank mit ca. 750 bar sitzen?

Mit einem Elektroauto sind heute bereits 500.000 Kilometer Laufleistung möglich – in wenigen Jahren sind 1 Million Laufleistung als Standard angekündigt.

  • Brennstoffzellenfahrzeuge sind in der Herstellung und im Privatkraftfahrzeugetrieb ökologisch & ökonomisch ein Wahnsinn.
  • Energiespeicherung ist gefährlich (Tanks mit enormen Druck)
  • Strombedarf im Vergleich zum BEV ist ca. 5 x höher
  • Wasserstoff Erzeugung ist sehr teuer. Physikalishce Grundgesetze besagen, dass die Erzeugung eines Stoffes mit hoher Energiedichte auch viel Energie benötigt.
  • Wasserdampf ist ein Klimagas - insgesamt sogar das stärkste überhaupt. Allerdings ist das entstandene Wasser ja mit der elektrolysierten Menge identisch
  • Wasserstofftankstellen sind sehr teuer. Mit dem Invest an einer einzigen Wasserstofftankstellen kann man heute bereits 4 - 5 x HPC LAder installieren. Bei Wallboxen reden wir vom Faktor "mehrere Tausend"


Wasserstoffstrategie: Fokus auf erneuerbarer Erzeugung richtig, Einsatz in Pkw und Heizung falsch

Created with Sketch.

Die Problematiken des Kobalts

Created with Sketch.

Bei jedem Kupferabbau wird Kobalt mit abgebaut. Daher ist es totaler Unsinn, die Elektromobilität dafür verantwortlich zu machen.

 

Kobalts wird auch nicht von Kindern abgebaut, sondern von großen Bergbauunternehmen. Es gab in jedem Bergbau im Kongo schon immer Kinderarbeit gab. Das liegt daran, dass die Menschen vor Ort schlichtweg eine Quelle zum Erwerb des Essens brauchen. Diese Problematiken liegen in einem viel größerem Maß offen. Daher ist es unsere Pflicht, genau dies so rasch als möglich zu ändern.

Wo wird Kobalt verwendet?

Created with Sketch.

Kobalt befindet sich generell fast in jedem Akku – also auch in den Smartphones. Jene Dinger, mit denen die Schwurbler selbst gerne posten.

Kobalt findet man ebenso in den gehärteten Stählen des Verbrennermotors. So sind die Kurbelwelle, die Nockenwelle sowie viele Werkzeuge mit Kobalt legiert.

Es wird zusätzlich dazu benutzt, in den energiefressenden Raffinerien das Benzin zu entschwefeln. Ohne diesem Prozess würde jeder Sprit nach faulen Eiern riechen.

 

Wenn also von Kinderarbeit in Bezug auf Elektromobilität gesprochen wird, ist dies Unsinn. Oder Unkenntnis.

 

Kobalt wird verwendet:

·         In den gehärteten Kurbelwellen 

  • In blauen Glasflaschen 
  • Zur Bemalung von Porzellan und Keramik 
  • Bei gehärteten Schraubendreherklingen im Werkzeugkasten 
  • In magnetischen Datenträgern wie Tonband- und Videokassetten (diese wurden bereits Millionen tonnenweise auf den Müll gekippt!)
  • Im Tierfutter gegen Wachstums- und Laktationsstörungen, gegen Blutarmut und Appettitlosigkeit

 

Eines ist bereits seit September 2020 sicher:

Es werden sehr bald kobaltfreie Akkus produziert werden (TESLA Battery Day)

Kobalt ist derzeit noch in modernen Autoakkus zu ca. 3% enthalten. Kobalt wird seit vielen Jahren für andere Produkte in der Industrie verwendet: so kommt Kobalt beispielsweise als Trocknungsmittel für Farben, im Stahl, in den Verbrennungsmotoren für Kurbelwellen und Nockenwellen sowie in den Lagern und Pleueln zum Einsatz.


In jedem gehärteten Stahl nutzen wir Kobalt, also auch in jedem Werkzeugkasten und Hobbyraum. Kobalt ist ein Nebenprodukt beim Kupferabbau. Allein in den Tonnen für Smartphones und anderen elektronsichen Geräten wird mehr abgebaut als für alle Elektrofahrzeuge zuammen. Zudem benötigen Raffinerien Kobalt zum Entschwefeln des Benzins.


Und für alle anderen Autofahrer gilt: Kobalt wird zur sogenannten Hydrosulfurierung des Treibstoffes genutzt!

Ohne Kobalt fährt kein einziges Verbrennerfahrzeug!
Darüber mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Hydrodesulfurierung.


In der kommenden Generation der Elektrofahrzeuge kommt Kobalt nimmer zum Einsatz. Ferner stammen selbst im Kongo mehr als 80 Prozent des Kobalts aus großen, chinesischen und Schweizer Minen, in denen Kinder überhaupt keinen Zutritt haben.


Der Rest des Marktes wird in der Tat von sogenannten „Selbstgräbern“ dominiert, also von Privatleuten, die in heute schon illegalen Stollen aktiv sind. Deren Aktivitäten, bei denen oft Kinderarbeit eine Rolle spielt, müsste mal dringend vom kongolesischen Staat überwacht werden, nur liegt der leider im Demokratieindex von 2018 auf Platz 165 (von 167) und dementsprechend wenig wird da für Menschenrechte getan.
Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin



(Energiewende Rocken)

CO2 durch Elektromobilität 

Created with Sketch.

Nachts fehlen der Windkraft oft Stromabnehmer, E-Autos sind heute schon ideale Ergänzungen, um diesen Strom zu nützen, besonders auch im Winter. Und es ist immer lustig, wenn zwar angeführt wird, wieviel mehr CO2 durch E-Autos im Stromnetz entsteht, aber nicht gegenrechnet, wieviel CO2 dafür beim Ölverbrauch gespart wird. 
Auch ist der Leistungszubau bei den Erneuerbaren höher als der Verbrauchszuwachs durch Elektroautos - es mag sein, dass ohne E-Autos der Strom schneller grüner würde, aber gleichzeitig kann durch E-Autos auch die Erneuerbaren Erzeugungsleistung optimaler genützt werden.


Da verrennen sich gerade viele in dem Hirngespinst Wasserstoff und e-Fuels aus Afrika und stürzen uns damit in eine neue teure und ineffiziente Energieabhängigkeit, nur um weiter zum Zapfhahn fahren zu können.


(Quelle: Johannes Großruck, Klima- und Energiemodellregion Donau-Böhmerwald)

Sind Seltene Erden wirklich selten

Created with Sketch.

Vorab: Seltene Erden sind nicht selten! Seltene Erden nennen sich Seltene Erden, weil diese zu Anbeginn der Erforschung in seltenen Erden (Achtung: Großschreibung vs Kleinschreibung!!) erschlossen wurden.


Seltene Erden sind viel häufiger in der Natur vorhanden als z.B. Blei, Kupfer, Molybdän und Arsen. Diese Metalle werden seit Jahrzehnten verbraucht für die Autobilindustrie und niemand regte sich bis dato darüber auf. Ein wirklich seltenes Element (selten mit kleinem s!) ist Thulium. Dieses allerdings kommt häufiger vor als Gold oder Platin. Zusammengefasst gilt: Lithium und Kobalt sind KEINE Seltenen Erden (mit großem S!)! Beide Elemente sind in Unmengen vorhanden und leicht erschließbar.

Die derzeit bekannten Rohstoffe reichen nach derzeitiger Berechnung für weitere 200 Jahre Förderung- und hier ist die rasch voranschreitende Recyclingquote noch nicht einmal mit einberechnet.


Wofür benötigen wir Lithium?

Created with Sketch.

Dummerweise vergisst man auch immer zu erwähnen dass Lithium im Benzin und in den Autoscheiben zu finden ist. 
 
Lithium ist auch als Additiv in Treibstoffen und Heizstoffen, sowie Gasen. Ebenso in synthetischen- sowie Mineralölen und in Schmierstoffen! In Alu und Stahlschmelzen wird Lithium verwendet, in der Keramik und Glasindustrie und in der Medizin! Bei der Veredelung und Reinigung von Bunt- und Stahlblechen oder in der Lebensmittelindustrie zum Reinigen von Edelstahl!Für den derzeitigen Einatz in Elektroautoakkus benötigt man ca. 2 % Lithium.


Lithium wird für diesen Einsatz mit ungenießbarem Salzwasser in den Wüsten Chiles und Bolivien ausgespült. Das Salzwasser dort verdunstet und kehrt als Regenwasser zurück. 21 Millionen Liter im Salar sind nur ein Dreißigstel der Menge Wasser, die im Lausitzer Braunkohlerevier täglich abgepumpt werden muss.


Für das Fördern von Erdöl und Erdgas in Chile wird neben Lithium ebenso viel Wasser benötigt. Lithium ist ein Additiv in Treib- als auch Heizstoffen und Gasen. Es wird zudem als Mineralöl- und schmierstoff, in der Medizintechnik, im Edelstahlreinigungsprozess, in der Lebensmittelindustrie sowie in der Kaliumgewinnung für Glas und Dünger benötigt.

Lithium ist ein Nebenprodukt bei der Gewinnung von Pottaschen.
https://www.lilies-diary.com/atacama/https://www.expedia.de/San-Pedro-De-Atacama.dx500224


Potenzial von Batteriebau und Nutzung in Elektroautos aus der Perspektive der Nachhaltigkeit

Created with Sketch.

Ein Forschungsbericht der UC Berkeley, Center for Law, Energy & Environment zum Potenzial von Batteriebau und Nutzung in Elektroautos aus der Perspektive der Nachhaltigkeit:

Im Vergleich mit Verbrennungsmotoren schneiden batteriebetriebene Autos, im Durchschnitt, mit 50 Prozent weniger Treibhausabgasausstoß pro Kilometer besser ab. Allerdings hängt dieser bessere Ausstoß,  wenig überraschend, stark von Stromquellen der Elektroautos ab. Kommt der Strom von fossilen Brennstoffen, ist der Ausstoß nur noch um 25 Prozent geringer. Kommt er allerdings aus Gebieten mit hoher Nutzung von erneuerbaren Energien, dann liegt der Ausstoß bei 72 bis 85 Prozent weniger Treibhausgasen, im Vergleich zum Verbrennungsmotor. Ähnlich sieht die Bilanz bei der Herstellung von Batterien aus, es kommt stark auf die genutzten Stromquellen an. 

UC Berkeley, Center for Law, Energy & Environment geht weiterhin auf die benötigten Materialien wie rare Erden und Metalle ein und schlüsselt auf wo diese momentan gefördert werden. UC Berkeley, Center for Law, Energy & Environment kommt zu dem Ergebnis, dass es bei erhöhter Produktion zu Engpässen in Lieferketten kommen könnte, es aber zu viele unbekannte Faktoren gäbe, um konkrete Prognosen zu geben (Entwicklung von Batterietechnologie, Veränderungen der Förderung der Materialien, Vorgaben der fördernden Staaten). 

Weiterhin nimmt UC Berkeley, Center for Law, Energy & Environment Stellung zu Problemen der Umweltverschmutzung durch die Förderung der Rohstoffe für Elektrobatterien und die Auswirkung auf die Menschenrechtslage von fördernden Ländern, spezifisch in der Demokratischen Republik Kongo, wo ein Großteil der Kobalt Förderung stattfindet.

Letztendlich kommt UC Berkeley, Center for Law, Energy & Environment zu dem Schluss, dass Elektroautos in Sachen Nachhaltigkeit Autos mit Verbrennungsmotor vorzuziehen sind, dass es aber immer noch erheblicher Anstrengungen und weiterer Forschung bedarf um die Produktion nachhaltig zu gestalten. 


E-Autos haben in Europa immer geringeren CO2-Ausstoß als Verbrenner

Created with Sketch.

Ein E-Auto ist in Europa über seinen Lebenszyklus hinweg für fast dreimal weniger CO2 verantwortlich als ein vergleichbarer Benziner oder Diesel, hat Transport & Environment ermittelt und ein entsprechendes Tool zur Berechnung veröffentlicht.

Sogar im ungünstigsten Fall sorgt ein Elektroauto in Polen mit einer in China hergestellten Batterie laut T&E für 22 Prozent weniger CO2 aus als ein vergleichbares Dieselauto und 28 Prozent weniger als ein Benziner. Der beste Fall sei laut der T&E-Mitteilung ein E-Auto mit einer in Schweden hergestellten Batterie, wenn das E-Auto auch in Schweden gefahren (also mit dem dortigen Strommix geladen) wurde. Dann seien im Vergleich zum Diesel 80 Prozent und im Vergleich zum Benziner 81 Prozent weniger CO2 ausgestoßen worden.

Zur Vergleichbarkeit hat Transport & Environment für die veröffentlichte Grafik ein Szenario entworfen, bei dem das E-Auto und die Batterie mit einem EU-weiten Durchschnittsstrom produziert wurden – der CO2-Rucksack aus der Produktion ist also für alle Länder in der Grafik gleich. In Polen mit hohem Kohlestromanteil beim Ladestrom liegt dann die CO2-Ersparnis immer noch bei 29 Prozent, in Deutschland bei 56 Prozent. Am größten ist die Ersparnis in Frankreich und Schweden mit 77 bzw. 79 Prozent. Im EU-Schnitt liegt die Verringerung des CO2-Ausstoßes noch bei 63 Prozent.


Um die CO2-Emissionen zu berechnen, greift T&E übrigens nicht auf NEFZ- oder WLTP-Angaben zurück, sondern einen Durchschnittswert der real ermittelten Emissionen der im Jahr 2018 zehn meistverkauften Modelle je Segment – basierend auf den Daten von spritmonitor.de.

Bei den CO2-Emissionen der E-Fahrzeuge sei der Ausstoß aus der Produktion mit eingerechnet, hierfür hat Transport & Environment nach eigenen Angaben auf Daten des IPCC zurückgegriffen. Hier sollen die Emissionen aus der gesamten Lieferkette eingeflossen sein, bis hin zum Betrieb der Minen – also weit über die reine Zellfertigung hinaus. Das Recycling der Batterien ist jedoch noch nicht berücksichtigt, weil es keine echten Daten aus Anlagen im industriellen Maßstab gebe.

Erst kürzlich hatte eine Studie der Universitäten von Cambridge, Exeter und Nijmegen herausgefunden, dass das Fahren eines E-Autos aktuell in 95 Prozent der Welt klimafreundlicher ist als das Fahren eines Benziners.

Beide Studien beziehen sich aber vor allem auf die CO2-Emissionen – andere Schadstoffe werden dabei außen vor gelassen. Das hat ein Forscherteam des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier rund um Eckhard Helmers untersucht und hierfür eigene Tests und Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse lesen Sie hier.
transportenvironment.org (Mitteilung mit Tool), transportenvironment.org (Studie als PDF)
Quelle: https://www.electrive.net/2020/04/20/te-studie-e-autos-haben-in-europa-immer-geringeren-co2-ausstoss-als-verbrenner/

Wasserverbrauch Lithium Herstellung

Created with Sketch.

Der Wasserverbrauch für die Lithiumherstellung liegt bei einem großen Elektroauto in der gleichen Größenordnung wie bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch oder einer einzigen Jeans – die 21 Millionen Liter im Salar sind nur ein Dreißigstel der Menge Wasser, welche im Lausitzer Braunkohlerevier täglich abgepumpt werden muss.


Schwierig, da lateinamerikanischen Staaten die Lithiumförderung vorzuwerfen.”
Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin


Mit Diesel oder Benzin klimaneutral fahren?

Created with Sketch.

Die Fragestellung, ob Elektroautos nun eine bessere Klimabilanz als Autos mit Verbrennungsmotoren haben, findet Volker Quaschning relativ sinnlos.


Mit dem Benzin- oder Dieselmotor sei das Ziel, in den kommenden 15 bis 20 Jahren klimaneutral zu wirtschaften, schlicht nicht zu schaffen. Da wird man vielleicht fünf oder zehn Prozent Sprit einsparen können. Dann hat man immer noch 90 Prozent des Verbrauchs. Da kommt man nicht in den Bereich der Klimaneutralität
Volker Quaschning, Fachgebiet Regenerative Energiesysteme, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.


Killerargument Kinderarbeit?

Created with Sketch.

90% des Kobaltabbaus geschieht durch große Bergbauunternehmen. Dort werden keine Kinder als Zwangsarbeiter eingesetzt! Kein Automobilhersteller der Welt könnte sich diese negative PR leisten.


In vielen Köpfen geistern daher unreflektiertes Halbwissen herum. Wer aber nicht hinterfragt, wird nicht schlauer. Das ist wie bei der Sendung mit der Maus. Natürlich muss Kinderarbeit komplett und weltweit nicht nur verringert, sondern gar abgeschafft werden.

Wer aber lässt Kinderarbeit zu? Wir alle! Weil wir Dinge des alltäglichen LEbens kaufen, die nicht notwendig sind. Viele Eltern treiben somit deren Kinder zur Kinderarbeit an, um wenigsten etwas an Geld und in weiterer Folge an Essen für die Familie zu haben.

Das hat aber wenig mit den Elektrofahrzeugen zu tun! Dies gilt in ALLEN Bereichen! Wer also das Argument der Kinderarbeit in den Mund im Zusammenhang mit Elektromobilität nimmt, sollte sich vorab fragen: 

  • sind meine Teenie- Klamotten aus einem Billigramschladen manch dänischer oder spanischer Ketten wirklich nachhaltig und eben nicht aus Bangladesh? 
  • Sind meine I-Phones wirklich nachhaltig produziert? 
  • Sind meine neuen Sneakers nachhaltig? 
  • Ist mein Gold-, Silber-, oder Diamantenschmuck wirklich ohne Kinderarbeit produziert worden?


CO2 - kleine Gase, große Wirkung !

Created with Sketch.

Was ist eigentlich CO2?


Die chemischen Abkürzung CO2 steht für Kohlenstoffdioxid. Häufig wird der Stoff auch einfach nur Kohlendioxid genannt. Das ist ein farbloses, nicht brennbares, geruchloses und ungiftiges Gas, das sich aus Kohlenstoff und Sauerstoff zusammensetzt. CO2 ist der chemischen Formel nach Kohlendioxid und besteht aus einem Kohlenstoff- und zwei Sauerstoffatomen. Das Gas ist nicht sichtbar oder brennbar, es riecht auch nicht und gilt als ungiftig. Kohlendioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Luft.

Was entsteht eigentlich CO2?

CO2 kommt auf natürliche Weise in der Erdatmosphäre vor. Es ist ein Nebenprodukt der Zellatmung vieler Lebewesen und entsteht außerdem bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Holz, Kohle, Öl und Gas. Zerfällt ein toter Organismus, setzt er ebenfalls CO2 frei. Es ist außerdem in Vulkangasen enthalten. 

Wie viel CO2 ist in unserer Luft?

Weltweit lag die Kohlendioxid-Konzentration im Jahr 2018 bei 407,38 Parts per Million (ppm). Das bedeutet 407,38 Moleküle Kohlendioxid kommen auf eine Million Moleküle trockener Luft.

In Deutschland ist die Konzentration mit rund 408,8 ppm (2018 auf der Zugspitze) etwas höher als im weltweiten Schnitt. Zu vorindustrieller Zeit lag der Wert bei etwa 280 ppm. Das bedeutet umgerechnet, dass rund 0,04 Prozent der Atmosphäre aus CO2 bestehen. 

Insgesamt ist CO2 also nur ein sehr kleiner Bestandteil der Luft – zu 99 Prozent besteht sie aus Stickstoff und Sauerstoff. Trotzdem hat CO2 einen großen – insbesondere in der aktuellen Zeit (!) – Einfluss auf das Klima. 

Wiegt CO2 mehr oder weniger als unsere Luft?

Luft ist ein Gasgemisch, von dem CO2 ein kleiner Bestandteil ist. Wird das Gasgemisch jedoch mit reinem CO2 verglichen, ist Kohlendioxid um etwa 50 Prozent dichter und damit schwerer.

Luft ist aber keine stehende Masse, weshalb das Kohlendioxid wegen seiner Dichte nicht nach unten sinkt. Durch Wind, Nebel, Wärme und Kälte ist unsere Luft immer in Bewegung und die schwereren CO2 Teilchen haben keine Möglichkeit, sich am Boden abzusetzen. 

Ist CO2 nun ein Treibhausgas oder nicht?

CO2 zählt neben Methan, Lachgas oder sogenannten “F-Gasen” sogar zu den bedeutendsten Treibhausgasen. Diese haben alle eine unterschiedliche Wirkung auf das Klima. 

Als Treibhausgas werden solche Gase bezeichnet, die die Wärme, die von der Erde abgegeben wird, binden und wieder auf die Erde zurückstrahlen. So entsteht der Treibhauseffekt, der unser Klima definiert und überhaupt erst ermöglicht, dass es Leben auf der Erde gibt. Gibt es aber zu viele dieser Treibhausgase, wird zu viel Wärme wieder zurückgestrahlt und das Klima wandelt sich.  

Wie beeinflusst denn nun dieses CO2 unser Klima?

Im Gegensatz zu vielen anderen Stoffen baut sich CO2 in der Atmosphäre nicht von selbst ab. Es wird entweder durch Gewässer gespeichert oder durch Grünpflanzen mit der Photosynthese abgebaut. Bei der Photosynthese wird CO2 in Glucose als Nährstoff für alle Organismen und Sauerstoff umgewandelt. 

Dadurch, dass gleichzeitig mehr CO2 produziert wird und immer mehr Wälder gerodet werden, entsteht ein Ungleichgewicht und der CO2-Anteil in der Atmosphäre steigt stetig an. Der Treibhauseffekt wird auf diese Weise verstärkt und immer mehr Wärme wird an die Erde zurückgestrahlt. Dadurch schmelzen die Polkappen, der Meeresspiegel steigt und das Klima verändert sich. 

Wie viel CO2 produziert denn ein Mensch?

Je nach Körpergewicht und Größe sowie Aktivität atmet ein Mensch zwischen 168 und 2.040 Kilogramm CO2 pro Jahr aus. In unserer Atemluft sind etwa vier Prozent CO2. Die großen Unterschiede entstehen durch Ruhe und körperliche Belastung. 

Hinzu kommt natürlich der individuelle Ausstoß beim Autofahren, Heizen oder durch das allgemeine Konsumverhalten. Um den eigenen CO2-Ausstoß genau ausrechnen zu können, hat das Umweltbundesamt einen CO2-Rechner erstellt. In wenigen Schritten kann der einzelne dort sein CO2-Profil berechnen lassen. 

Wer ist der Hauptverursacher von CO2?

Den mit Abstand größten Anteil an CO2 verursacht in Deutschland die Energiewirtschaft mit rund 300 Millionen Tonnen CO2 jährlich.


Verschiedene Konzentrationen = verschiedene Bedingungen!

Unsere Atmosphäre enthält die so genannten Treibhausgase, die den Erdball wie ein Schutzschild umgeben und verhindern, dass die von der Erde kommende Wärme ins All entweicht. Treibhausgase wie z.B. CO2 absorbieren einen Teil der vom Boden abgegebenen Infrarotstrahlung, die sonst in das Weltall entweichen würde. Kurzwelligere Strahlung, also der größte Teil der Sonnenstrahlung, kann die Gase passieren. Ohne Treibhausgase wäre es auf der Erde bitterkalt.

Unser Problem heute ist, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre – vor allem die des Kohlendioxids ( CO2) – durch Industrie, Haushalte und Verkehr zu stark ansteigt und sich unsere Atmosphäre unnatürlich stark aufheizt. Von der überwiegenden Mehrheit der Wissenschaftler wird die Meinung vertreten, dass eine vom Menschen verursachte Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre zur globalen Erwärmung führt.

Einen wesentlichen Beitrag zur Erwärmung leistet dasjenige CO2, das durch die Verbrennung der fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle freigesetzt wird. Die Verbrennung von Biogas setzt nur CO2-Mengen frei, die vorher natürlich in Pflanzen gebunden waren. Dieses CO2 wird daher als klimaneutral gewertet.

Was hat CO2 mit dem Klimawandel oder dem Treibhauseffekt zu tun?

Der Treibhauseffekt beschreibt die Wirkung verschiedener Gase auf die ultraviolette Strahlung der Sonne. Zu diesen Gasen zählt eben auch das CO2 sowie Wasserdampf, Methan und andere.

Ist CO2 giftig?

Kohlenstoffdioxid (CO2) wird immer als “Klimagift” bezeichnet. Es ist selbst kein Gift im übertragenden Sinn, sondern Gift für unser Klima: es absorbiert die Wärmeabstrahlung von der Erde und heizt so unsere Atmosphäre auf. Für den Menschen selbst ist CO2 in geringer Konzentration nicht giftig, es behindert aber unsere Sauerstoffaufnahme. Eine erhöhte Konzentration von CO2 in der Umgebungsluft kann beim Menschen dann zu Kopfschmerzen führen -letztlich kann eine Bewusstlosigkeit ausgelöst werden. Eine höhere Konzentration von acht Prozent oder mehr kann nach 30 bis 60 Minuten zum Tode führen.


Die scheinheilige Welt der Verbrennerbefürworter

Created with Sketch.

Deutschlands Verkehrssektor emittiert übrigens immer mehr CO2-Emissionen, auch weil wir immer mehr und größere Autos mit Verbrennungsmotoren fahren.


Der Erfolg von Verbrennungsmotoren wäre ohne massive Ausbeutung nicht möglich. Gigantische Mengen an Rohöl fordern das Vertreiben von indigenen Völkern. Erdölkonzerne konnten in Nigeria, Venezuela, Angola und dem Kongo jahrzehntelang alles machen und keinen hat es interessiert.

Damit wir einmal konkrete Zahlen nehmen: Zwischen 1976 und 1996 sind 2 Millionen Barrel Öl ins Regenwaldsystem des Nigerdeltas entwichen. Das Nigerdelta war vorher eines der Gebiete mit der höchsten Artenvielfalt. Mittlerweile sind dort Tausende Menschen krank und haben kein Trinkwasser.

Verbrennungsmotoren brauchen seltene Metalle wie Platin, Cer und Palladium.Diese Metalle sind im Kongo, Simbabwe und Südafrika unter schlimmen Arbeitsbedingungen zu förderbar. Dort wurden in den 70er bis weit in die 80er Jahre Menschen bei Arbeitsaufständen schlichtweg erschossen.

Bleibatterien werden in Nigeria ohne Schutzausrüstung zersägt, ganze Dörfer leiden unter dem Bleiausfluss vor Ort. Allein in den Jahren 2005 – 2017 wurden 1,5 Millionen Tonnen Kobalt gefördert. Wen hat das damals interessiert? Seit Kurzem nutzen E Autos davon 5% mickrige Prozent! In Lettern: fünf! Diese allerdings sind auch schon zu viel, ohne Frage. Die restlichen 95% wurden zu Magneten, gehärtetet Metallen sowie zum Entschwefeln von Dieselkraftstoffen genutzt. Wo waren da die Menschenrechtler? Wo sind sie heute bei diesem Thema?

Diesen Menschen kann man nur helfen, indem die Lebensbedingungen in den jeweiligen Ländern verbessert werden, denn jeder auf dem Weltmarkt begehrte Rohstoff wird zu ähnlichen Problemen führen